Der Rat der Europäischen Zentralbank hat IWF-Chefin Christine Lagarde als neue EZB-Präsidentin bestätigt. Lagarde wird die erste Frau an der Spitze der EZB sein.
Nach achtjähriger Amtszeit endet die Ära des Italiäners Mario Draghi an der Spitze der EZB Ende Oktober 2019. Die Französin Christine Lagarde, noch-Chefin des IWF, wird das Amt des Zentralbank-Präsidenten nach dem Ausscheiden Draghis antreten. Sicherlich keine leichte Aufgabe, schließlich gibt es zahlreiche Herausforderungen, die sich Lagarde zukünftig stellen muss. Schwächelnde Wirtschaft im Euroraum, niedrige Inflation, Brexit und geopolitische Spannungen sind nur einige der Herausforderungen.
EZB überrascht mit Personalentscheidung
Dass es zu einem Personalwechsel an der EZB-Spitze kommt war natürlich allen klar. Dennoch waren viele Experten durch die Personalentscheidung des EZB-Rats ein klein wenig überrascht. Schließlich wurde Lagarde nicht als eine der möglichen Nachfolgerinnen von Mario Draghi genannt. Als aussichtsreichste Kandidaten wurden Notenbank-Chefs sowie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gehandelt. Kritiker finden natürlich immer ein Haar in der Suppe, so auch bei Christine Lagarde. Denn Lagarde ist keine Ökonomin, sondern studierte Juristin. Doch als langjährige IWF-Chefin bringt Christine Lagarde die nötige Erfahrung bezüglich globaler Wirtschafts und den internationalen Finanzmärkten mit.
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